MachmalPlatz – gemeinsam Stadt gestalten

Wie alles begann

Die Initiative MachmalPlatz entstand aus einem achtwöchigen Ideen-Workshop im Rahmen des EU-Projekts Foster. Mitwirkende sind Menschen, die im Parkviertel leben und arbeiten: Anwohner:innen, zivilgesellschaftliche Akteure und Mitarbeitende der Verwaltung. Gemeinsam entwickeln sie temporäre Lösungen für ein klimaangepasstes Zusammenleben im Viertel – und begleiten deren Erprobung direkt vor Ort.

Unsere Ziele

Das Parkviertel soll als Lebens- und Lernraum für alle Generationen gestärkt werden. Rund um Themen wie Stadtnatur und Klimaresilienz werden Schüler:innen der Möwensee-Schule sowie Anwohner:innen jeden Alters aktiviert, sich auf dem Manga-Bell-Platz zu begegnen, ins Gespräch zu kommen – und selbst ins Handeln zu gehen.

Ziel ist es, eine langfristige Basis für das Engagement rund um die Stadtnatur am und um den Manga-Bell-Platz zu schaffen. So entsteht ein Ort, der nicht nur funktional, sondern auch emotional Bedeutung für die Nachbarschaft hat.

Warum der Manga-Bell-Platz?

Der Manga-Bell-Platz bietet großes Potenzial als Ort des Austauschs, des Verweilens und des gemeinschaftlichen Handelns – wird jedoch bisher wenig genutzt. Die Umbenennung des Platzes war für viele mit Unsicherheiten und schwierigen Erfahrungen verbunden. MachmalPlatz möchte dazu beitragen, dass neue, positive Bindungen entstehen und der Ort von der Nachbarschaft wieder als ein gemeinsamer, lebendiger Raum wahrgenommen wird.

Von der Idee zur Umsetzung

Welche Ideen wurden aufgegriffen?

Die Initiative hat über 20 Schulklassen der Möwensee-Grundschule eingeladen, ihre Vorstellungen vom Platz zu gestalten. Ergänzt wurden diese durch über 50 Beiträge von Anwohner:innen. Auf Basis dieser vielfältigen Ideen wurden erste Prototypen entwickelt – für einen Platz, der als Lebens- und Lernort funktioniert und die Bedürfnisse der Menschen aufgreift.

Selbst aktiv werden – statt auf Fördergelder zu warten

Statt auf große Budgets oder lange Antragswege zu setzen, fördert MachmalPlatz Eigeninitiative. Alle Beteiligten bringen das ein, was sie haben: Zeit, handwerkliches Können, Material oder gute Kontakte. So konnten erste Projekte schnell und unbürokratisch umgesetzt werden.

Das zeigt: Auch ohne große Mittel lassen sich sichtbare Veränderungen erreichen – wenn Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Ein Projekt mit vielen Beteiligten – von Anfang an

Von Beginn an sind verschiedene Akteur:innen beteiligt: Anwohnende, lokale Initiativen, Schulen, Vereine – und auch die Stadtverwaltung. Durch offene Gespräche, regelmäßige Treffen und transparente Kommunikation entsteht ein vertrauensvolles Miteinander.

Die Verwaltung ist früh mit an Bord und begegnet dem Engagement mit Offenheit. Diese Zusammenarbeit auf Augenhöhe ermöglicht pragmatische Lösungen – und stärkt die gemeinsame Verantwortung für den öffentlichen Raum.

Beteiligung, die sichtbar wird

Ideensammlung online und vor Ort

Alle im Projekt gesammelten Vorschläge sind auf der Website dokumentiert:
machmalplatz.org/category/mangabellplatz/

Hier finden sich die Beiträge der Schulklassen sowie zahlreiche Ideen aus der Nachbarschaft – darunter Skizzen, Zeichnungen und konkrete Vorschläge für den Platz.

Ein besonders wichtiger Ort für die Sammlung war die Bäckerei am Platz. Sie unterstützte den Prozess aktiv, stellte eine Ideenbox auf und wurde zu einem unkomplizierten Beteiligungsort mitten im Alltag. Die Box wurde sehr gut angenommen – der Rücklauf war hoch und zeigte, wie groß das Interesse am Platz und an Mitgestaltung ist.

Die eingegangenen Beiträge wurden sorgfältig dokumentiert, online veröffentlicht und in öffentlichen Treffen weiterdiskutiert. So entstand ein lebendiger Fundus an Ideen, der weiterhin wachsen kann.

Ein Modell mit Zukunft

MachmalPlatz steht exemplarisch für gelingende Beteiligung. Es zeigt, dass Stadtentwicklung nicht nur durch Behörden oder Planungsbüros gestaltet werden muss, sondern auch aus der Nachbarschaft heraus entstehen kann – wenn Menschen ernst genommen werden und Strukturen sie dabei unterstützen.

Das Projekt macht Mut, ähnliche Prozesse auch in anderen Quartieren oder Städten anzustoßen. Denn: Wenn viele Perspektiven zusammenkommen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, entstehen nicht nur neue Orte – sondern auch neues Vertrauen, neue Beziehungen und eine neue Form des Miteinanders im öffentlichen Raum.